"Dreaming green"

(Univ.Prof.Dr.med.met. Karl Gantua und Dr.phil. R.P. Angleitner)

Viele Sachen sind interessant, andere Themen erfordern etwas Hirnschmalz, viele Dinge sind überdies hinaus oft auch äusserst lustig, andere haben Hörner. Doch sind Träume desshalb notwendigerweise blau? Oder grün? Wenn ja, träumen alle Grüns? Welche Voraussetzungen müssen träumende Grüns erfüllen? Träumen wir Menschen, in der uns bekannten Form, in rot? Oder infrarot? Fragen über Fragen....nun...dies zu erschliessen, das soll heute unsere Aufgabe sein!

Welche Fragestellungen werden uns aber zum Ziel führen? Da wäre zum einen "Retten sich die Farben der somnolenten Sphären bei abruptem Erwachen durch Löcher in der Wand zum Schlaf ins Leben?" zum anderen aber auch: "Häh?". Da aber die erste Frage in der obigen Formulierung so nicht richtig ist, jeder weiss ja seit der Grundschule, dass die Wand zum Schlaf keine Löcher besitzt (wenn überhaupt dann doch nur Poren, da semipermeabel; aber dies nur als Randinformation!), schätze ich letztere Aussage "Häh?" als erfolgsversprechender hinsichtlich der Problemlösung ein! Lenken wir demzufolge unsere Aufmerksamkeit auf "Häh?" oder, wie die alten Griechen zu sagen pflegten, "Ähähähä?"

Starten wir nun unsere Expedition durch die Welt der Wissenschaft! Den ersten Hinweis erhalten wir, indem wir "Häh?" mit "Ähähähä?" kombinieren. Wir bekommen, nach dreimaligem Lufttrockenen, "Hähähähähä?" Zerlegen wir nun "Hähähähähä?" in seine Einzelteile, sieht man sofort die eindeutige Verknüpfung zu den Farben:

Also:

H - Ä - H - Ä - H - Ä - H - Ä - H - Ä
8 - 1 - 8 - 1 - 8 - 1 - 8 - 1 - 8 - 1 = -29

Wenn aber: Ä = AE dann auch: Ä = A + E

Dann:

H - A + E - H - A + E - H - A + E - H - A + E - H - A + E
8 - 1 + 5 - 8 - 1 + 5 - 8 - 1 + 5 - 8 - 1 + 5 - 8 - 1 + 5 = - 4


Nun: -29 - 4 = -33 d.h.: -CC (da Buchstaben und Zahlen oft aequivalent!)

Sofort fliegt einem hier etwas ins Auge und mit einem kleinen bisschen mentaler Anstrengung wird man auch bemerken, was; unnötigerweise fliegen nämlich Fliegen oft in Augen! (Nun... nicht gerade IN Augen, aber...) In unserem speziellen Fall eine CC-Fliege! Bedenkt man weiters, dass diese Viecher gerade mal 25 Minuten Zeit haben um ihrem Leben einen Sinn zu geben, (25 Minuten im Mittel; d.h.: bevor sie erschlagen, zersprayed oder sonst was werden!) dann wird mit einem Schlag vieles klarer, was vorher offensichtlich...äh...nicht so klar war. "25" bringt uns nämlich (Achtung: Wir wissen ja schon die Sache mit den Buchstaben und den Zahlen!!!) auf "Y"!

Erinnern wir uns nun zurück! Schon im Kindergarten versuchte man uns ja einzubläuen, dass "Y" im Griechischen soviel wie "Üpsilon" bedeutet; und das ist natürlich erst mal heftig, wenn man weiters bedenkt, dass im antiksten Griechenland, nahe an der Grenze zur jetzigen Türkei, ein Gelehrter selben Namens lebte, wohl so um 501 v.Chr. (in diesem Punkt widersprechen sich die Aufzeichnungen ein wenig), der nach einer nächtlichen Sauftour nach Hause nur mehr kriechend fand. Lassen wir also dieser Information etwas Zeit um sich erstmal zu setzen! Weit überdies hinaus macht aber eine Tatsache jene historische Entdeckung erst so richtig interessant, die besagt, dass sich eben jener besagte Üpsilon sich als erste Mensch überhaupt Gedanken machte, ob es wohl möglich wäre, die Traumfarben zu isolieren, um dann anschliessend furchtbar witzige Dinge mit ihnen anstellen zu können.

An dieser Stelle ist es wohl notwendig einzuschieben, was man im Jahre 1738 international als Traumfarben definierte: Ein Rat aus weisen Männern, der die Aufgabe hatte sämtlichen eingehenden Anträgen, welcher Art sie auch immer seien mögen, zuzustimmen, verabschiedete in Paris einen Antrag der Kräuterfrau Elvira Incompetentia, der besagte, dass Traumfarben jene Farben seien, die Träume eben haben! Auffallend ist, dass es 2239 Jahre dauerte, bis sich diese Erkenntnis von Üpsilon bis zu Incompetentia durchsetzte, was aber uns nicht weiter zu interessieren hat (Wer dies aber doch nachlesen möchte, dem empfehle ich hier das Standartwerk in Sachen Unklarheiten "Die Ellipsatorik der Elster" von Mag.Dr. Strahý, der eben jenes Problem in seinem erstem Kapitel "Früher war eben alles anders" hervorragend und durchaus verständlich behandelt).

Zurück zu unserem Griechen: Durch geschickte Versuchsanordnung, man munkelt, dass Lustknaben eine nicht unerhebliche Rolle spielten, wesshalb das Experiment heute nur mehr sehr schwer zu wiederholen ist, fand Üpsilon heraus, dass die Farbe Grün eine nicht kleine, ja fast schon eminent wichtige Bedeutung in unseren Träumen hat - nämlich in dem Sinne, dass Grün unseren nächtlichen Vorstellungen erst einen Sinn, sprich: echte Bedeutung, zuspricht. Was aber macht nun grün eigentlich? Üpsilon sah sich auf alle Fälle nicht in der Lage dieses komplexe Konstruktionsgebäude vernünftig zum Einsturz zu bringen. Und so lagen alle Überlegungen lange Zeit brach, bis man sich wieder, zwecks Lösung viel komplexerer Probleme, auf eine einfachere Problemlösungsart besann. Man fand heraus, dass Grün als Farbe allein einem an diesem Punkt nicht mehr allzu toll weiterbringt. Vielmehr begann man nun Grün seine Existenzberechtigung als Farbe theoretisch zu entziehen und nannte es von da an nur mehr schlicht "RUDI" (soll heissen: "RudimentäRer ForschUngsgegenstand unD seine BezIehung zu unseren Träumen"). Rudi geht nun Nacht für Nacht, vom Wetter völlig unbeeinflusst, über die grünen (!) Wiesen unserer Träume. Dort übermannt ihn mit einer unbeschreiblichen Regelmässigkeit, an deren Grund gerade eifrigst geforscht wird, eine allumfassende und unbeschreiblich heftige Lethargie. In diesem Zustand völliger Bewusstseinstrübung schleicht sich nun langsam und heimlich, ganz verstohlen und leise ein Gedanke in die Tiefen seines cerebralen Cortex. Ein Gedanke voll von brutal bunten Farbschemata, doch allerorts überschattet von dem mächtigen Phänomen des Grüns!

Wie ist dies nun möglich? Wie kann Grün (hier: "Rudi") von Grün (hier: "Grün") träumen! Träumt er überhaupt, oder hat er einfach nur ein grosses Problem mit dem Farberkennungszentrum seines Gehirns? Ich schätze eher Zweiteres, was aber noch immer nicht die Grundfrage stellung des Textes beantwortet: In welchen Farben träumen wir?. Träumen wir gar nur in Schwarz/Weiss, wie es der weise Philosoph und Sänger B. Dickinson (zufällig Engländer und kein Grieche - hat aber keine weitere Bedeutung!) in der Abhandlung "Dream (!) of Mirrors" schon erwähnte?

Nun...meiner Ansicht nach nicht! Wir (das sind: du, ich, er, sie sowieso und eben auch ihr) sind durchaus in der Lage in Farben zu träumen, nur wollen wir es meistens nicht! Wir bestehen zwar auf der totalen Erhellung durch das Licht am Tag, aber in der Nacht streben wir wie Ratten den dunklen Zonen des Lebens zu. Nehmen dafür sogar in Kauf, auf dem Heimweg nichts mehr zu sehen! Das alles nur um dem Licht zu entgehen?! Die Sonne, die gelbe Sau, nämlich ist unser Feind! Sie müssen wir bezwingen, um Grün vergessen zu können! Und nicht nur Grün: Wir sollten auch bestrebt sein Gelb, Rot, Blau, Rosa, Beige, Silber, Gold, Orange, Weiss und Lilablassblau zu unterdrücken und zu verdrängen!

Es gibt nun natürlich immer irrgeleitete Querdenker, die behaupten, dass wir so mutig sein sollten die Augen zu öffnen, um in das Licht zu schauen, nur um die Farben zu sehen, aber wo kämen wir denn da hin? Da könnte ja jeder kommen! Und eine geschmeidige 10.000 Watt Lampe hat noch jedem Helligkeitsfetischisten die Erleuchtung gebracht!

Fazit:
Nahezu 2.000.000 Jahre hat es nun gedauert, um die Kunst des Tunnelbauens zu erlernen - Werft es nicht weg! Denn: Bemühen kann man sich, zufrieden soll man sein, aber Mögen MUSS man es!


In diesem Sinne: Stay freaky!

Eure Doctores Angleitner und Gantua