"Nachricht vom Tod"

Soda! Es ist nun wieder an der Zeit sich ein paar "Gedanken" zu machen! Und zwar soll es diesmal um ein Thema gehen, dass mir schon seit geraumer Zeit am Herzen liegt: NEIN - Es geht nicht um Bier, Liebe oder um die Tatsache, dass das Leben an sich ein Gegenwind ist, sondern um ein viel viel viel viel viel viel viel subtileres Thema... uns soll heute beschäftigen, wie der Tod (ACHTUNG: nicht irgendein Tod, sondern DER Tod!) die Zeit misst! Hat er eine Eieruhr? Digitaluhr? Misst er die Zeit mit so antiquierten Methoden wie einer Wasseruhr oder bedient er sich modernerer Hilfsmittel wie einem Radiowecker? Benutzt er am Ende gar eine Funkuhr?

Fairerweise muss ich zugeben, dass es sogar für meinen überlegenen Intellekt nicht ganz einfach war herauszufinden wie es letztendlich von statten geht, aber, wie sollte es auch anders sein, schlussendlich war es dann doch wieder klar: Kein auch noch so grosses Problem kann einen Karl Gantua, auf seiner Mission die Welt zu einem weiseren Platz zu machen, aufhalten! Leset nun und staunet - und wer wirklich nicht mehr anders kann, der darf seine Lobpreisungen und Huldigungen auch in unserem Guestbook verewigen und ein weiterer Jünger des "Gantua-Kultes" werden!

Lasst uns nun in die Niederhöllen hinabsteigen und den Tod besuchen:

ABER: Zuallererst muss ich auf eine Definition zurückgreifen, die schon einige Zeit durch das Schachverein-Universum geistert: Einst, es war so um Christi Geburt, streifte ein Geistesblitz die Hirne eines gewissen Prof. Ijohannjes Muchichupp und eines Mag.Dr.Stráhy; vollkommen richtig nämlich bewiesen sie, was einen Gott ausmacht...zur Wiederholung sei noch einmal angemerkt:

"Der Teufel schläft NIE! Wer demnach also die meiste Zeit schlafend verbringt, der muss also GOTT sein!"

Soweit alles klar? - Schön!
Wie gesagt: Wir sind gerade in den Niederhöllen, der Heimstatt aller, die sich der dunklen Seite einst verschrieben - Tod, Verderben und das Böse an sich!

Wie sieht es dort eigentlich aus:
In den Niederhöllen ist es heiss. Unvorstellbar heiss sogar! Ich schätze mal, dass da unter 7000 Grad Celsius gar nichts läuft, aber das nur am Rande bemerkt. Folgerichtig können wir also schon einmal festhalten, dass eine Wasseruhr seeeehr utopisch wäre. Der Vollständigkeit halber will ich es aber doch erörtern: Mal abgesehen davon, dass ich mir beim besten Willen nicht vorstellen kann, woher der Tod denn in einer derart lebensfeindlichen Umgebung (wir erinnern uns - 7000 Grad!) Wasser beschaffen könnte, unterliegt der Tod dann doch auch den physikalischen Gesetzen! Und die sind zeitweise wirklich grausam! Wasser nämlich hat, in Analogie zum Feuer, das ja ohne Sauerstoff auch nicht brennt (siehe "s´Leben is a Gegenwind") , die unangenehme Eigenschaft in abnormer Hitze zu verdampfen - sprich es strebt einem chaotischeren Aggregatzustand an, der in der Regel ganz lustige Geräusche von sich gibt! Und ein jeder von uns hat sicher schon einmal ganz fasziniert beobachtet, wie Wasser auf eine heisse Herdplatte tropft: "Zischhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh....!" kann man dann hören....und jetzt frag ich euch: Wer glaubt allen Ernstes, dass es die Hölle ein Ort des Zischens und Verdampfens ist? Richtig! Niemand, denn das kann man auch billiger haben... ich sage nur mehr "Skandinavien"... ich sage nur mehr "gemischte Sauna"... nun gut - einigen wir uns, dass man eine Wasseruhr guten Gewissens ausschliessen darf!

Aber mal abgesehen von den thermalen Verhältnissen, was gibt es in der Hölle noch zu sehen: Da wären einmal Speere. Speere nämlich, auf die der Teufel und der Tod mit absolut kindischer Freude wirklich bemitleidenswerte Seelen spiessen... "Was, du Depp, haben nun Speere mit unserem Problem zu tun?" hör ich euch nun schon rufen, aber euch sei gesagt: Verdammt viel! Auf Speeren kann man schliesslich furchtbar gut Eieruhren aufhängen! Is zwar eine Tatsache, aber so ganz unkommentiert will ich das auch nicht im Raum stehen lassen. DENN: Stellt euch einmal eine Eieruhr vor, die so ganz nebenbei die Zeit eines ganzen Lebens misst.... Boah-ey! Die wär massiv gross! Ojeoje... ich seh euch schon die Köpfe schütteln, aber zur Erklärung ein Rechenbeispiel:

Eine durchschnittliche Eieruhr ist ungefähr 10cm hoch und misst 10 Minuten lang die Zeit - dann wären wir bei einer Uhr für, sagen wir mal 70 Jahre, auf !!! 348768 Metern !!! (Schaltjahre nicht mitgerechnet!) Ich bin mir jetzt natürlich bewusst, dass man grosse Speere bauen kann, aber wie gesagt: die Gesetze der Physik sind eine Sau!

Denkt mal darüber nach!

Nun gut...widmen wir uns den moderneren Messmethoden:
Wie sieht es mit Radioweckern aus: Huihuihui....da bekommen wir wirklich Probleme! Aber mal der Reihe nach - widmen wir uns der Stromversorgung. Tja, die für mich naheliegenste Lösung der Stromversorgung in der Hölle sind Thermalkraftwerke! Über die Befeuerung will ich mich hier nicht näher auslassen, aber so viel sei gesagt, auch wenn es politisch vielleicht nicht ganz so korrekt ist: Hab gehört, dass Menschen furchtbar gut brennen! Also gut...über die Stromerzeugung brauchen wir uns keine Gedanken mehr machen. Wären dann nur noch die Radiowecker. Diese Dinger sind ja mehrheitlich aus Plastik - Plastik brennt zwar nicht ganz so gut, dafür soll es dann doch bei 7000 Grad ziemlich schnell schmelzen... lyncht mich jetzt nicht, aber ist das schon realistisch? Ich mein: wo kämen wir denn da hin, wenn alles aus Plastik wär? Eben... wir würden mit Vollgas auf den biologischen Supergau zusteuern... nanana...des wär nix! Können wir also vergessen!

Bleibt eigentlich nicht mehr viel, mit was der Tod die Zeit messen könnte; klar er könnte es noch mal mit der Sonne probieren - in der Hölle? Ich weiss ja nicht so recht... in der Regel (und nicht nur dann!) hat die Hölle ja ein Dach. Jaja - Ich kenn den Einwurf, dass die Hölle bloss ein fiktives Konstrukt ist, aber ich als gläubiger Christ...hüstel...glaub doch recht intensiv daran, dass, wenn ich auf Erden nicht ein gottesfürchtiges Leben führe - voller Keuschheit und Gebet - , ich doch irgendwann einmal die infernalischen Qualen des Fegefeuers erdulden muss! Lacht mich aus (am besten ganz laut und zeigt mit dem Finger auf mich!), beschimpft mich, und gebt mir Tiernamen! Auf alle Fälle: Die Hölle hat ein Dach und aus! (Wer mir das Gegenteil beweisen kann, der ist herzlich dazu eingeladen mir seine Gründe unter karl.gantua@schachverein.com zu mailen, oder sei auf unser Guestbook verwiesen!)

Abschliessend sei aber gesagt: Die Hölle ist ein für die Zeitmessung denkbar ungeeigneter Ort, es ist furchtbar heiss dort unten und der Teufel hat keine vernünftige Möglichkeit seinen Gefühlen Ausdruck zu verleihen! Hab zwar schon versucht mit ihm im Zuge eines Sitzkreises das Problem zu erörtern, aber irgendwann bin ich dann müde geworden und er ist wieder abgedampft (!)...

Was bleibt noch zum Schluss?

"Meiner Meinung nach wäre das Leben um ein Vieles einfacher, wenn wir alle Kühe wären!"

In diesem Sinne:
Bis zum nächsten Mal und bleibts ma olle gottesfürchtig und keusch!

Euer Karl Gantua