
"Das kleine böse Imperfekt"Seit langem schon entzweit das Imperfekt den Menschen.
Auf der einen Seite die Zukunft, auf der anderen das Perfekte. Beide
ergänzen sich perfekt. Perfekte Dinge finden sich eben nicht in
der Gegenwart. Und schon wieder spaziert das kleine böse Imperfekt
durch gerade Gedankengänge. Listig, hämisch grinsend und flink.
Gefährlich nah am Gefüge der Zeit. Ohne Rast reitet es. Auf der Satzstellung. Verb fehlt. Jetzt in diesem Satz. Im Zwielicht der Jetztzeit kämpft es und erringt Siege um Siege. Ohne Sinn. Vergilbt alles. Selbst eingeübte Griffe beim Duschen (vor allem Gel-Auftragen) sind im nächsten Moment schon wieder gewesen Das war jetzt Perfekt. Das war Imperfekt. Und wie macht es das? Wie geht es dabei vor? Hat es
Prinzipien? Auf all diese Fragen gibt es nur eine Antwort: immer gleich.
Es stopft alles, wirklich alles (sogar den Teil des Satzes, der bis
hierher geht oder besser ging) in einen Sack und nimmt ihn mit. Denn:
Unser kleines böses Imperfekt ist hungrig und hat viel zu tun.
Den einzigen Bezug zur Gegenwart stellt der Erzähler [wohlgemerkt der abstrakte, mit Sicherheit nicht der konkrete] durch die Definition unseres kleinen Bösen dar:
Aber wenden wir uns nun dem Praktischem zu. Und hier
gibt es natürlich nur den einen uns interessierenden Anwendungsfall:
Die Musik. Und als klitzekleiner Teil davon: Den Rhythmus Und weil der Mensch nur befähigt ist, diesen Bezug mittels der Zeit herzustellen, setzen Melodie und Rhythmus zwingend das Imperfekte voraus.
Deshalb: Alles
verschlingt er,
Weitere praktische Anwendungsfälle des oben Besprochenen,
Einwendungen, Ergänzungen oder sonstige Einmaligkeiten, finden
bei
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